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Frauen und eSport – ein Phänomen

Frauen und eSport – ein Phänomen

Wer sich ein wenig mit eSports beschäftigt stellt schnell fest, dass die Szene von den Männern dominiert wird. Wo sind all die Frauen? Haben sie kein Interesse an eSport? Und warum spielen so viele Frauen gerne den Supporter und meiden aggressivere und risikobehaftete Rollen? Schauen wir uns das Thema einmal näher an.

 

Warum ist eSport bei den Männern so beliebt?

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Das Männer gerne zocken ist keine Neuigkeit. Im eSport dominieren sie die Szene und nur wenige Frauen setzen sich dagegen durch. (Bildquelle: Flickr, Original von Marco Verch)

Was verbindet jeder mit eSport? Das ist ganz klar der Wettkampfgedanke. Höher, schneller, besser, weiter ist das Motto. Viele Männer können sich damit identifizieren. Stereotype Frauen hingegen legen darauf nicht so viel Wert. Hinzu kommt, dass viele Frauen allgemein mit Computerspiele in der Vergangenheit nichts anfangen konnte. Erst in den letzten Jahren hat sich da einiges getan. Mittlerweile ist das Verhältnis in Sachen Gaming ausgeglichen und fast bei 50/50. Jedoch sind casual Games wie Farmville oder Candy Crush Saga ebenfalls Bestandteil der aktuellen Statistiken.

Das erklärt aber immer noch nicht, warum eSport bei Männern beliebt ist. Existieren vielleicht biologische Unterschiede, die verschiedenartiges Verhalten erklären kann? 

 

Biologische Fakten und Unterschiede zwischen Mann und Frau

Frauen- und Männerhirne sind relativ gleich. Ein paar Unterschiede sind festzustellen, aber im Großen und Ganzen sind sie ähnlich aufgebaut. Doch in einem Punkt unterscheiden sie sich massiv: beim Nucleus präopticus medialis. Bitte was? Eine kurze Erklärung: Es ist eine Ansammlung von Nervenzellen, genannt Nervenzellkern, die zusammen diverse Aufgaben erfüllen. Schon im embryonalen Stadium schreitet das Wachstum unterschiedlich bei den Geschlechtern voran. Bei unseren männlichen Mitmenschen ist dieser doppelt so groß ausgeprägt als bei der weiblichen Gattung.

Welche Aufgaben erfüllt aber der Nucleus präopticus medialis? Er ist unter anderem zuständig für das sexuelle Verhalten.

Kleiner Exkurs: Bei homosexuellen Männern ist der Nervenzellkern geringer ausgeprägt als bei heterosexuellen Männern. Bei homosexuellen Frauen ist es umgekehrt der Fall.  

Neben dem Sexualverhalten spiegelt er aber auch andere Verhaltensweisen wieder, die geschlechtsspezifisch wahrgenommen werden: die männliche Dominanz und Aggression. Bei stereotype Frauen sind diese nicht so stark ausgeprägt und wahrnehmbar. (Quelle: Welt)

Genau das ist der Knackpunkt auch bei eSport und erklärt möglicherweise auch einige Unterschiede im Spielerverhalten. Männer neigen in teamfokussierten Spielen wie League of Legends oder Dota 2 dazu, aggressive Rollen zu picken. Sie sind eher die aggressiven Carrys im Team, die Risiken und Wagnisse eingehen, um das Spiel für sich zu entscheiden. Frauen hingegen spielen meist eher Supporter-Rollen und unterstützen das Team mit Heals und Schilden. Weiter gedacht kann auch darin der Grund liegen, warum Frauen eher casual Games spielen und weniger competitive Titel. Selbstverständlich trifft das nicht auf alle Männer und Frauen zu, aber bei der Mehrheit ist genau dieses Spielerverhalten anzutreffen.

Neben dem Nervenzellkern ist aber auch der Cortisol-Spiegel entscheidend. Es ist ein Stresshormon und wird auch beim Zocken von eSports-Titeln vermehrt ausgeschüttet. Auch hier existieren geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer schütten zwar mehr Cortisol in Stresssituationen aus, aber gleichzeitig ist auch ein erhöhter Testosteron-Spiegel festzustellen.

Kleiner Exkurs: Testosteron ist nicht nur beim Sexualverhalten entscheidend, sondern auch im Hinblick auf Aggressivität und Dominanzverhalten, fördert dissoziales Verhalten und verringert die kognitive Empathie

Bei Frauen wird mehr Progesteron ausgeschüttet und gilt als Hormon, der für das Zugehörigkeitsgefühl zuständig ist. In Studien wurde festgestellt, dass ein Anstieg des Hormons die Verunsicherung der Probandinnen bei schwierigen Aufgaben ausgedrückt hat. (Quelle: Scinexx)

Beim emotionalen Stresstest schnitten Frauen ebenfalls schlechter ab als Männer. Sie hatten eine erhöhte subjektive Stressreaktion, die sich dann auch in den Gehirnarealen widerspiegelten. Betroffen waren dabei die Gebiete für Aufmerksamkeit, Emotion und Belohnung, die beeinträchtigt wurden. Gerade im competitive-Bereich ist aber vor allem die Fokussierung auf das Gameplay und die stetige Aufmerksamkeit ein wichtiger Faktor, um Fehler zu vermeiden und das Spiel für sich zu entscheiden.

 

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