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Gehälter im eSports – exorbitante Summen

Gehälter im eSports – exorbitante Summen

Nachdem ich in der letzten Woche auf die zahlreichen Karrieremöglichkeiten einging, ist es natürlich noch interessant zu wissen, wie hoch die Gehälter als eSportler wirklich ist. Ein kleiner Spoiler am Anfang: Die Summen können sich sehen lassen.

 

Turniere und Preisgelder

Turniere sind die beste Möglichkeit, die Gehälter aufzubessern. (Bildquelle: Pexels)
Turniere sind die beste Möglichkeit, die Gehälter aufzubessern. (Bildquelle: Pexels)

Turniere sind die zentralen Events eines Pro Player. Er und sein Team beweisen sich und haben die Möglichkeit, ein hohes Preisgeld mit nach Hause zu nehmen. Diese variieren jedoch und sind nicht pauschalisierbar. Ein Beispiel ist Starcraft 2. Der Titel aus dem Hause Blizzard veranstaltet jedes Jahr eine World Championship Series. In diesem Jahr beträgt der Preispool zwei Millionen US-Dollar. Ein hübsches Sümmchen, das nicht zu verachten ist. 

Den größten Preispool, den es jemals gab, wird bei Fortnite ausgespielt. Epic Games stellt für die verschiedenen Turniere insgesamt 100 Millionen US-Dollar bereit, die nur noch auf neue Besitzer warten. Ein anderes hochdotiertes Preisgeld ist jedes Jahr bei den World Championships in League of Legends zu ergattern. Letztes Jahr betrug es insgesamt zwei Millionen US-Dollar. 

Turniere stellen also wichtige Ereignisse im Jahr eines Pro Players dar. Die erfolgreichen Stars treiben damit ihre Gehälter in die Höhe. Das bewies zum Beispiel der 25-jährige Kuro „KuroKy“ Takhasomi. In bisher 89 Profiturnieren kassierte er insgesamt 3.739.754 US-Dollar. Alleine in diesem Jahr hat der deutsche Spieler schon zum jetzigen Zeitpunkt 258.700 US-Dollar verdient. Eine nicht zu verachtende Summe, wofür andere Menschen ihr Leben lang arbeiten müssen.

 

Gehälter im eSports

Neben den Turnieren verdienen Pro Player ihr Geld durch ganz normale Aktivitäten. Sie sind fester Bestandteil des Teams, treten auf Events auf und werden dafür monatlich entlohnt. Das kann jeder mit ganz normaler Arbeit gleichsetzen. Jedoch sind die Gehälter nicht vergleichbar.

Der südkoreanische eSport-Star Lee „Faker“ Sang-hyeok, der in der League of Legends Szene sehr bekannt ist, verdient pro Jahr 2,5 Millionen US-Dollar. Das inkludiert allerdings noch keine Preisgelder. Diese machen noch einmal eine Million US-Dollar aus. 

Das polnische CS:GO Team wechselt ihre Spieler nicht jedes Jahr aus und bot den Spieler einen 4-Jahres-Vertrag an. Das Gehalt eines jeden Pro Player beträgt pro Monat 20.000 US-Dollar. Auch hier sind keine Turniergelder inkludiert.

Das sind nur einige Beispiele, die jedoch verdeutlichen, dass auch im eSport sehr hohe Summe erwirtschaftet werden. Sie haben zwar noch lange nicht die Dimensionen von z. B. Fußballspielern, jedoch kann ein Spieler davon gut leben. Es ist jedenfalls ein gutes Fundament für die Zeit nach ihrer aktiven Karriere, die in der Regel schon mit Mitte/Ende 20 sehr früh endet. 

 

Exkurs: Transfermarkt im eSport

Es sind immer mehr Parallelen zwischen Fußball und eSports zu erkennen. (Bildquelle: Pexels)
Es sind immer mehr Parallelen zwischen Fußball und eSports zu erkennen. (Bildquelle: Pexels)

In jeder traditionellen Sportart existiert ein Transfermarkt. Da stellt die eSports-Szene keine Ausnahme dar. Zwar sind viele Verträge nur auf ein oder maximal zwei Jahre befristet, dennoch wechseln Spieler gegen eine Ablöse das Team. Ein bekannter Fall ist hat sich in der CS:GO-Szene abgespielt.

Das Team OpTic Gaming hat für die Verpflichtung von Josh „Snappy“ Gauntt und Jakob „JUGi“ Hansen insgesamt knapp eine halbe Million US-Dollar gezahlt haben. Sie standen davor rund ein Jahr beim Team Heroic unter Vertrag. Wichtig ist, dass die beiden Spieler nicht zur Weltelite gehören, aber trotzdem schon solche Summen den Besitzer wechseln. Bei Top-Stars sind Millionensummen üblich. 

 

ESports – ein Geldsegen

ESportler erhalten überdurchschnittlich viel Geld für ihre Tätigkeit. Viele, die einer normalen Arbeit nachgehen, müssen ihr ganzes Leben arbeiten gehen, um solche Summen zu erwirtschaften. Dennoch sind sie nicht mit den Bedingungen konfrontiert, die ein eSportler erlebt. Es mag auf den ersten Blick leicht verdientes Geld sein, ist es aber nicht.

Die Pro Player stellen sich immer wieder den Erwartungsdruck. Sie haben viel Konkurrenz, die nur darauf wartet, dass der professionelle Spieler ein Performance-Tief erlebt. Der Druck, immer Leistung zu erbringen, ist deswegen sehr hoch. Wer das nicht schafft, wird einfach ausgewechselt. Vereinfacht wird es noch dadurch, dass die Verträge bei den jeweiligen Teams nur befristet sind. Und wer einmal raus ist, wird auch schwer wieder Fuß in der kompetitiven Szene fassen. 

Hinzu kommen die harten Trainingsbedingungen. 12 bis 16 Stunden arbeiten sie pro Tag, um ihre Leistung zu halten. Analysen, Trainingssessions und Einzeltraining stehen im Vordergrund. Nicht jeder kann mit solchen Arbeitszeiten umgehen. Zwar mag es erst einmal nur nach simplen Gaming klingen, ist es aber definitiv nicht. Immer wieder werden Fehleranalysen betrieben, Strategien und Taktiken besprochen und dann müssen sie noch ihren individuellen Skill weiter ausbauen. Für manche kann das zu viel sein.

Als Fazit ist damit wohl zusammenzufassen, dass sehr viel in der Szene verdient wird, aber es definitiv kein leicht erarbeitetes Geld ist. Es steckt viel Arbeit dahinter, die entsprechend belohnt wird. Ob es irgendwann solche Dimensionen wie beim Fußball annehmen wird, kann derzeit nur spekuliert werden. Die Entwicklung ist jedenfalls spanennd.

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Schon in der Kindheit mit Games angefixt, wildere ich seit einiger Zeit in der eSport-Szene. Hearthstone, League of Legends und CS:GO sind meine Jagdreviere, in denen ich aktiv bin. Dennoch verfolge ich die gesamte eSport-Landschaft auch gerne passiv als Zuschauer. Mein größter Traum ist, einmal die Stimmung vor Ort in Katowice zur IEM einzufangen und mitzuerleben.

16 Replies to “Gehälter im eSports – exorbitante Summen”

  1. Wow, ich kenne mich auf dem Gebiet ehrlich gesagt gar nicht aus – da ich noch nie so angefixt von Videospielen oder Ähnlichen war/bin. Aber es ist echt spannend, dass man hiermit inzwischen Geld verdienen kann. Die Möglichkeiten heutzutage sind doch wirklich spannend und grandios.

    Liebste Grüße, Elisa

    1. Ja, und man kann nicht mal wenig Geld verdienen. 😀 Eine boomende Branche, die vor allem im Westen jetzt anfängt, sich richtig auszuweiten.

      Liebe Grüße,
      Mandy

    1. Ja, eSport ist eine sehr große Szene in den letzten Jahren geworden. Die Entwicklung ist sehr spannend und es ist auch an den Preisgeldern und Gehältern zu erkennen, wie groß die Branche mittlerweile geworden ist.

      Liebe Grüße,
      Mandy

  2. Das große Thema ESport. Ich denke jeder Zocker sieht sich spätestens seit die ersten Spiele auch im FreeTV übertragen wurden damit konfrontiert. Ich bin selber aktiv am zocken und bastel aktuell an meinem Twitch-Account um nach dem Bachelor dort durchstarten zu können.
    Was mich an dem ganzen Hype ein wenig stört sind die ständigen Fragen von Außenstehenden, ob man denn auch so extrem viel zockt und selbst dort teilnimmt. Viele kennen, glaube ich, das Ausmaß der Szene nicht. ^^
    Die Gehälter sind wirklich extrem hoch, aber wie du sagst zahlt man immer einen Preis dafür. Trotzdem total interessant. 🙂

    1. Ich kann auch gerne ein wenig Werbung dann für deinen Stream machen! 🙂 Ja, viele Außenstehende haben bisher wenige Einblicke, aber ich hoffe, dass durch regelmäßige Berichterstattung ein wenig Aufklärung stattfindet. Und ja, es fließt zwar viel Geld, aber dafür muss auch auf einiges verzichtet werden.

      Liebe Grüße,
      Mandy

    1. Warum zu weit? Fußballer verdienen sogar Millionen. Es ist ebenso ein extremer Sport wie Leistungssport und das wird halt entlohnt. 🙂

      Liebe Grüße,
      Mandy

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