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Investionen von Profisportler in den eSports

Investionen von Profisportler in den eSports

Einige Profisportler haben das Potenzial von eSports erkannt und haben in die aufstrebende Szene investiert. Ich stelle einige prominente Beispiele vor und den Zielen, die sie damit realisieren wollen.

 

Fernando Alonso – Engagement in die F1 eSports Serie

Alonso nutzt die Gunst der Stunde, um sich auch in dem eSports-Bereich aufzustellen.
Alonso nutzt die Gunst der Stunde, um sich auch in dem eSports-Bereich aufzustellen.

Carlos „Ocelote“ Rodríguez ist ein bunter Hund in der Szene. Er war selbst aktiver Spieler in League of Legends, bis er entschloss, diese Karriere an den Nagel zu hängen. Was war sein Plan? Bestimmt nicht, aus der Szene auszusteigen. Er gründete kurzerhand die mittlerweile sehr erfolgreiche Organisation G2 eSports, die nicht nur in League of Legends vertreten sind, sondern auch in CS:GO, Hearthstone oder auch PUBG am Start sind. Welche Rolle spielt dann Fernando Alonso?

In Zusammenarbeit mit G2 eSports gründete er ein eigenes Formel 1-Team. Die F1 eSports Serie befindet zwar erst in der zweiten Saison, aber ist jetzt schon sehr erfolgreich. Das rief auch den Profisportler Alonso auf den Plan, der diese Chance nutzt und die FA Racing G2 Logitech G ins Leben rief. In einem offiziellen Statement äußerte er sich über sein Engagement.

„Jeder Formel-1-Fahrer ist im Herzen ein Gamer. Sich auf der virtuellen Bühne zu messen, eröffnet viele Möglichkeiten für junge Fahrer, die sonst keine Chance gehabt hätten, im Rennsport einzusteigen. Erstmals sind Fans nicht länger Zuschauer, sondern können auch im Spiel teilnehmen und vielleicht echte Sim-Racer in meinem Team werden. Ich kann mir keine besseren Partner als G2 Esports und Logitech G vorstellen, um das zu starten und ich kann es kaum erwarten, loszulegen!“ (Quelle: offizielle Seite des Teams)

 

Rick Fox gründet eine eigene Organisation

Die amerikanische Basketballszene ist für viele Deutsche eher unbekannt. In Nordamerika ist es eine sehr beliebte und präsente Sportart, die gleichzusetzen ist mit Fußball in Deutschland. Rick Fox ist ein ehemaliger Profisportler und hat mit den Los Angeles Lakers mehrere Meisterschaften gewonnen. Er hat Millionen verdient und beendete 2004 seine aktive Karriere.

Er war danach unter anderem als Schauspieler tätig. Doch das war ihm anscheinend nicht genug. Er kaufte 2015 das Team Gravity Gaming und benannte es in Echo Fox um. Nicht nur in League of Legends ist das Team ein Erfolgsgarant. Die Organisation besitzt ebenfalls Teams für H1Z1, Madden und Tekken 7.

Fox plädierte auch für die zukunftsträchtige Szene und geht davon aus, dass alle traditionelle Sportvereine früher oder später ein eigenes eSports-Team besitzen. Er sieht in eSportlern vor allem eins: Das sie die nächsten professionellen Athleten unserer Generation sind. 
 

NBA Star Stephen Curry investiert in TSM

TSM feiert einen Erfolg nach dem anderem. (Bildquelle: Riot Games/lolflickr)
TSM feiert einen Erfolg nach dem anderem. (Bildquelle: Riot Games/lolflickr)

TSM gehört zu der größten Organisation im nordamerikanischen Raum. Ein Erfolg jagt den nächsten und das zieht auch prominente Persönlichkeiten an. Die NBA Stars Stephen Curry und Andre Iguodala packen die Chance beim Schopf und gehören zu einer Gruppe, die insgesamt 37 Millionen US-Dollar in die Organisation investieren. 

Für das Team bedeutet das eins: Der Bau eines neuen eSports-Komplexes mit rund 6000 qm. Es wird ein Trainingszentrum für die Spieler gebaut und eigener Content wird in einem integrierten Multimediastudio in der Zukunft produziert. Hinzu kommt die Investition in die NA LCS bei League of Legends. 

Was haben die Sponsoren von der Investition? Sie gehören zu dem 40%igen Sponsorenanteil, die von der wachsenden Szene profitieren. Alleine in diesem Jahr wird der eSport einen Gesamtumsatz von 905 Millionen US-Dollar erwirtschaften.

 

Das aktuellste Beispiel: Profisportler Mesut Özil

Mesut Özil hat in der Vergangenheit viele Rückschläge erleiden müssen und ist von ein Fettnäpfchen ins nächste getreten. Seine politische Einstellungen sind aber für meinen Beitrag nicht relevant. Wohl viel eher aber sein kommendes eSports-Engagement. Auf Twitter verkündete er am 2. August diese überraschende Neuigkeit.

Er stellt das FIFA-Team aber nicht im Alleingang auf. Wie schon im Post angesprochen, arbeitet er mit der eSports-Agentur „eSports Reputation“ zusammen. Diese betreute schon in der Vergangenheit einige namhafte Pro Player wie den Vize-Weltmeister Kai „deto“ Wollin und ESL-Meister Cihan Yasarlar.

Wer aktuell aber zu dem Roster dazugehört ist unklar. Dem Tweet ist zu entnehmen, dass er noch auf der Suche nach weltweiten Profispieler ist, die bei FIFA 18 unter seinem Banner spielen werden. Wir dürfen also auf weitere Informationen gespannt sein.

 

Profisport und eSport

Gerade im Fußball wird eSport derzeit noch als starke Konkurrenz wahrgenommen. Eine Konkurrenz, die nicht geduldet wird. Zwar zeigen schon einige Vereine ihr Engagement im eSports, aber bisher ist es noch eine Randerscheinung. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis auch die traditionsträchtigsten Vereine investieren.

Am Engagement von einigen Profisportlern ist aber schon zu erkennen, wie wichtig eSports sein wird. Das Geld schlummert nur so in der Szene und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt um einzusteigen. Entweder um als Profisportler eine komplette Organisation von neu auf zu gründen, oder alte Teams aufzukaufen oder darin als Sponsor zu investieren. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig und sind definitiv lohnenswert, wenn davon auszugehen ist, dass in nicht einmal 3 Jahren die Umsatzgrenze von einer Milliarde in der eSports-Branche geknackt wird. 

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Schon in der Kindheit mit Games angefixt, wildere ich seit einiger Zeit in der eSport-Szene. Hearthstone, League of Legends und CS:GO sind meine Jagdreviere, in denen ich aktiv bin. Dennoch verfolge ich die gesamte eSport-Landschaft auch gerne passiv als Zuschauer. Mein größter Traum ist, einmal die Stimmung vor Ort in Katowice zur IEM einzufangen und mitzuerleben.

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