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Karriere im eSport – Teil 2

Karriere im eSport – Teil 2

In meinem ersten Special-Beitrag ging ich näher auf die direkten Möglichkeiten im eSport ein. Darunter fielen die Karriereoptionen als Caster oder Pro Player. In diesem Artikel gehe ich vor allem näher auf die Karriere im medizinischen Bereich ein.

 

Karriere als Mediziner

Das exzessive Zocken kann zu Rückenschädigungen führen. (Bildquelle: Pexels)
Das exzessive Zocken kann zu Rückenschädigungen führen. (Bildquelle: Pexels)

Als Humanmediziner stehen auch die Tore im eSport weit offen. Alle Pro Player setzen sich einem gewissen Gesundheitsrisiko aus, die ich auch in meinem vergangenen Beitrag thematisierte. Sehnenscheidenentzündungen oder Karpaltunnelsyndrom sind nur einige der Risikofaktoren. Durch falsche Haltungen kann zudem die Wirbelsäule gekrümmt und geschädigt werden. Auch die schnellere Abnutzung der Wirbel sind dabei möglich. Orthopäden sind in all diesen Fällen die ersten Ansprechpartner, die sich um die Versorgung kümmern. Vor allem sind das keine harmlose Krankheiten, sondern können die gesamte Karriere des Spielers zerstören, wenn sie unbehandelt oder gar falsch behandelt werden. 

Exzessives Gaming kann auch vermehrt zu Kopfschmerzen und Verspannungen führen. Ein Physiotherapeut lockert die beanspruchten Muskeln und führt Dehnungsübungen mit den Spielern durch, damit es nicht zu einem chronischen Leiden wird. Ein Trainingsplan rundet das Angebot ab, damit auch in Zukunft Schmerzen vermieden werden.

Jedoch sind ebenfalls Ärzte aus anderen Bereichen für den Pro Player interessant und wichtig. Jeder erkrankt im Laufe seines Lebens an verschiedenen Krankheiten. Auch eine Grippe bedarf einer Begutachtung durch einen Arzt. Hinzu kommen die Auslandsreisen der Spieler und des Trainerstabes. Impfungen oder auch die Behandlung von möglichen exotischen Krankheiten gehören dazu.

 

Eine gesunde Psyche ist wichtig

Neben körperlichen Erkrankungen spielt die Psyche eine wichtige Rolle in der Szene. Die Teammitglieder schlafen zum Teil im selben Zimmer, zocken miteinander und verbringen ihre Freizeit zusammen. Das bedeutet, dass alle rund um die Uhr miteinander zu tun haben. Sie haben keinen Abstand zueinander. Das kann zu dem berühmt-berüchtigten Lagerkoller führen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Ausgrenzungen einzelner Mitglieder kommen, wenn Unstimmigkeiten im Team herrschen. Keine einfache Situation für alle beteiligten Personen.

In diesem Fall kann ein Psychotherapeut ein wichtiger Faktor sein, der wieder Harmonie in das Team bringt. Er führt Mediationsgespräche, hilft bei Problemen und sorgt dafür, dass die einzelnen Spieler auch Wert auf eine gesunde Psyche legen. Sie helfen aber nicht nur bei Problemen innerhalb der Gemeinschaft, sondern kümmern sich individuell um erkrankte Personen.

Depressionen sind zum Beispiel ein Thema. Diese können durch den Druck, der auf den Pro Player lastet, entstehen. Sie müssen sich ständig beweisen, haben immer Angst vor der jüngeren Konkurrenz, die vielleicht mehr Skill haben als sie selbst und müssen aufpassen, wie sie sich in der Öffentlichkeit verhalten. Auch private Probleme, die nichts direkt mit ihrer Karriere zu tun haben, können große Auswirkungen auf die Psyche und ihre Gaming-Performance haben. In solchen Fällen ist der Psychotherapeut der richtige Ansprechpartner.

 

Ausblick auf Teil 3

In diesem Beitrag thematisierte ich vor allem die medizinische Karriere im eSport-Bereich. Im nächsten Special-Artikel widme ich mich Marketing- und Entwickleroptionen, die in dem Bereich möglich sind.

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Schon in der Kindheit mit Games angefixt, wildere ich seit einiger Zeit in der eSport-Szene. Hearthstone, League of Legends und CS:GO sind meine Jagdreviere, in denen ich aktiv bin. Dennoch verfolge ich die gesamte eSport-Landschaft auch gerne passiv als Zuschauer. Mein größter Traum ist, einmal die Stimmung vor Ort in Katowice zur IEM einzufangen und mitzuerleben.

15 Replies to “Karriere im eSport – Teil 2”

    1. Ja, damals hätte ich das auch nicht gedacht, dass jemand über eine andere Branche in den eSports einsteigen kann. 🙂

      Liebe Grüße,
      Mandy

    1. Vielen, vielen Dank für dein liebes Feedback. Das stimmt, bisher gibt es noch kein Blog, der sich mit dem Thema beschäftigt, deswegen möchte ich gerne, abseits reiner Berichterstattung, die Chance nutzen und meine persönlichen Gedanken zu dem Thema niederschreiben.

      Liebe Grüße,
      Mandy

  1. Ich habe mich bisher noch nie mit dem Thema eSport auseinandergesetzt. Ich wusste gar nicht, dass das wirklich so ein Ding ist und so viele Anhänger hat. Sehr interessanter Beitrag. 🙂

    LG Pierre von Milk&Sugar

    1. Es hat wirklich sehr viele Anhänger und bald wird es sogar eine milliardenschwere Industrie. Also bietet sehr viel Potenzial und hat eine riesige Fanbase. 🙂

      Liebe Grüße,
      Mandy

  2. Spannendes Thema. Ein guter Freund von mir war aktiver Pro Gamer und hat immer gesagt wie wichtig es für ihn ist regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen um seinen Rücken mal zu entlasten. Klar wenn man den ganzen Tag sitzt 😊

    Liebe Grüße Anni

  3. Liebe Mandy,

    vielen Dank für diesen spannenden Beitrag. Ich finde es immer super erstaunlich, was so alles möglich ist. Das finde ich sehr toll.

    Liebe Grüße,
    Mo

    1. Liebe Mo,

      vielen Dank für das tolle Feedback. Ja, ich bin auch immer wieder erstaunt, in welche Richtungen sich jemand beruflich weiterentwickeln kann und dadurch doch noch sein Hobby oder Leidenschaft zum Beruf machen kann. 🙂

      Liebe Grüße,
      Mandy

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