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Special – eSport in Südkorea – Teil 1 Kultur

Special – eSport in Südkorea – Teil 1 Kultur

In den nächsten Wochen werde ich euch einen Einblick in die südkoreanische eSport-Kultur ermöglichen. An jedem Samstag wird ein Special-Artikel veröffentlicht, der sich unter anderem mit der Lebensweise der Pro Player, der Anerkennung von eSport und Trainingsumfelder widmet. Diese Woche widme ich mich der allgemeinen Kultur in Südkorea. Das bedeutet, dass ich auf die Lebensweise und den Stellenwert von eSports ein wenig eingehen werde. Viel Spaß mit dem Artikel!

 

Kultur in Südkorea

Südkorea schneidet bei PISA-Tests immer sehr gut ab. Ein Grund wird der soziale und gesellschaftliche Druck sein. (Bildquelle: Pixabay)
Südkorea schneidet bei PISA-Tests immer sehr gut ab. Ein Grund wird der soziale und gesellschaftliche Druck sein. (Bildquelle: Pixabay)

Die südkoreanische Kultur ist geprägt vom Leistungsgedanken. Schon von klein auf bekommen die Menschen dort eingetrichtert, dass Leistung und Wettkampf zum Leben dazugehört. In der Schule wird diesem Gedanken weiter Bedeutung verliehen. Nur die Crème de la Crème hat die Chance auf ein Studienplatz. Was bedeutet das aber? An einem Tag besteht ein regelrechter Ausnahmezustand: der Tag der universitären Aufnahmeprüfungen, genannt College Scholastic Ablitiy Test. Er stellt die Weichen für die Zukunft der südkoreanischen Schüler und stellt die Gesellschaft auf den Kopf. Erwachsene gehen erst mittags zur Arbeit und Schüler werden mit der Polizei zu den Tests eskortiert. Das hat auch seinen Grund:

„Schaffst du es in eine gute Universität, bekommst du einen guten Job. Hast du einen guten Job, kannst du in eine bessere soziale Schicht aufsteigen. Schaffst du es nicht, bist du für den Rest deines Lebens ein Verlierer“, erklärt Jasper Kim, Professor an der Ewha-Frauenuniversität in Seoul. (Quelle: Spiegel)

Was hat das aber mit eSport zu tun? Auch in diesem Bereich ist der Leistungs- und Wettkampfgedanke vorherrschend. Viele junge Menschen träumen schließlich von einer Karriere im Pro Playing, nur die wenigsten schaffen es aber. Ein Beispiel eines erfolgreichen Pro Players ist Lee „Faker“ Sang-hyeok. Er verdient jedes Jahr rund 2 Millionen US-Dollar mit League of Legends. Das beinhaltet aber noch nicht etwaiges Sponsoring und Boni. Er hat damit das geschafft, wovon die meisten träumen. Er gehört der Oberschicht an und ist ein international gefeierter Star. Manche nennen ihn sogar schon eine Legende des eSport.

 

PC Bang – das zweite Wohnzimmer

PC Bangs sind nichts anderes als klassische Internetcafés. Die meisten spielen nicht zu Hause am Computer ihr Lieblingsspiel, sondern treffen sich mit Freunden, Vereinskollegen und Fanclub-Mitgliedern in den Cafés. Sei es, um League of Legends, Overwatch oder Starcraft 2 zu spielen. Der niedrige Preis unterstützt einen Besuch im PC Bang. Eine Stunde Zocken kosten nämlich nur  umgerechnet einen Euro. Ein weiterer Vorteil sind die Öffnungszeiten: 24 Stunden, also rund um die Uhr, haben sie geöffnet.

Was passiert aber, wenn ein PC Bang schon voll ausgebucht ist? Kein Problem für die Südkoreaner. Es existieren über 25.000 Zockercafés im ganzen Land. Da dürfte es doch eigentlich kein Problem sein, ein gutes Plätzchen für eine Runde Starcraft 2 oder League of Legends zu finden. 

 

Schattenseite der Zockerkultur

Es ist in Südkorea nicht alles Gold, was glänzt. Beim Gaming ist das dort nicht anders. Exzessives Spielen ist dabei leider keine Seltenheit. Schon junge Menschen geraten in die Abhängigkeit und brechen sogar im schlimmsten Fall ihre Schule ab. Todesfälle sind ebenfalls zu beklagen. Manche saßen tagelang im PC Bang und kamen dann ums Leben. Ein bekannter Fall ist der von Kim Kyung-jae. Er war 24 Jahre alt und kollabierte nach 86 Stunden Gaming. (Quelle: BBC News)

Die Todesumstände ähneln sich aber in allen Fällen: Die Spieler zockten mindestens über 30 Stunden, meist aber über 60 Stunden am Stück und starben an Herzversagen, Dehydrierung und/oder Erschöpfung. Eine Spielsucht wird dabei nicht ausgeschlossen, weil sie im familiären Umfeld schon als exzessive Gamer bekannt waren.

 

Vorschau auf den nächsten Special-Artikel

Nun habt ihr schon einen kleinen Einblick in die südkoreanische Kultur erhalten. Nächste Woche widme ich mich den Trainingsumständen im eSport. Diese differenzieren sich stark von westlichen Kulturen. Es bleibt also spannend.

Welches Thema würde euch denn noch interessieren? Schreibt es mir in den Kommentaren!

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2 Replies to “Special – eSport in Südkorea – Teil 1 Kultur”

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