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Special – eSport in Südkorea – Teil 3 Anerkennung

Special – eSport in Südkorea – Teil 3 Anerkennung

Im Gaming-Bereich verbindet fast jeder Südkorea mit der absoluten Dominanz im eSport. Das ist auch dadurch bedingt, dass die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen wurden und eSport dort schon längst Anerkennung gefunden hat. Worin liegt aber der Unterschied zwischen Deutschland und Südkorea? Warum ist eSport in dem Land ausgeprägter als in deutschen Gefilden?

 

Der Vorreiter Südkorea

In PC Bangs spielt sich das Leben vieler jungen Menschen in Südkorea ab.
In PC Bangs spielt sich das Leben vieler jungen Menschen in Südkorea ab.

ESport ist in den asiatischen Ländern schon längst als Sport anerkannt. Auch hierzulande entbrennt immer wieder diese Debatte. Schon 2015 brachte es der FDP-Politiker Oetzel auf den Punkt.

„Beim E-Sport sind alle Voraussetzungen einer Sportart erfüllt. Die Sportler müssen verschiedene geistige und motorische Fähigkeiten beherrschen und immer wieder trainieren“, sagt der FDP-Politiker Oetzel und zählt auf: „Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit, Spielverständnis, Übersicht, räumliches Orientierungsvermögen, laterales Denken, taktische Ausrichtung und natürlich körperliche Fitness sind ausschlaggebend für den Erfolg im E-Sport.“ (Quelle: Welt)

In Südkorea hat man dieses Potenzial schon längst erkannt. Es herrschen feste Strukturen, Förderungsbedingungen und 2022 wird bei den Olympischen Spielen erstmalig eine Disziplin im eSport aufgestellt. In Deutschland hingegen scheiden sich die Geister. Sport wird hierzulande nur mit körperlicher Ertüchtigung gleichgesetzt. Das ist aber faktisch nicht richtig. Es existiert keine einheitliche Definition des Wortes „Sport“ und wird immer als sehr vage und unpräzise ausgeführt. Dazu folgt noch ein anderer und ausführlicher Blogartikel, der sich nur mit diesem Thema befasst.

 

Exklusive Sponsoren

Seit der Anerkennung von eSport in Südkorea tummeln sich einige große und bekannte Sponsoren in der Szene. Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung, aber auch SK Telecom und Korea Telecom sind mit von der Partie. Das sind nur einige der größten Sponsoren in der Szene. Sie stellen Gaminghäuser und technisches Equipment zur Verfügung und bezahlen die Trainerstäbe. Dafür erwarten sie aber auch ein siegreiches Team.

Die Sponsorenlage in den westlichen Ländern befindet sich hingegen noch in der Entwicklung. Erst in den letzten Jahren haben immer mehr Sponsoren das Potenzial auch in der westlichen Welt entdeckt und fördern die Teams. Zu nennen sind hier unter anderem Roccat, Asus, Razer und LG. Sie unterstützen die Organisationen und erhalten dafür sichtbare Werbung auf Trikots, Stühlen, innerhalb der Pro Player Streams und so weiter. Beispiele für erfolgreiche Partnerschaften sind zum Beispiel Monster Energy und Fnatic. (Quelle: esport Marketingblog)

 

Die Anerkennung von eSport – Gesetze gegen Betrüger

Die Anerkennung von eSport zieht weite Kreise. (Bildquelle: Pixabay)
Die Anerkennung von eSport zieht weite Kreise. (Bildquelle: Pixabay)

Die Anerkennung von eSport in Südkorea hat weitreichende Folgen. Gesetze werden erlassen und hat Konsequenzen für die Spieler. In Südkorea ist es mittlerweile Standard, in PC Bangs entweder seinen Fingerabdruck an den PCs zu hinterlassen oder die ID-Karte zu zücken. Das betrifft vor allem minderjährige Spieler. Leider hat diese Maßnahme einen traurigen Hintergrund. Viele junge Südkoreaner sind mittlerweile spielsüchtig. Um das Risiko einzudämmen, wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen. (Quelle: Thoughtto)

Doch auch Betrüger haben es schwer. Der Game Industry Promotion Act sieht vor, dass Betrüger, die Hacks, Cheats, Boosting etc. anbieten, hohe Strafen zahlen müssen. Die Rede ist von bis zu 18.000 US-Dollar. Daran erkennt man, dass eSport in Südkorea einen hohen Stellenwert besitzt, der geschützt werden muss. (Quelle: Gamers.com)

 

Meine Meinung zu dem Thema

Die westlichen Spieler sehnen sich nach der Professionalität und den Strukturen, die schon in den asiatischen Ländern vorherrschen. Hierzulange wird noch darüber debattiert, was Sport ist und was nicht. Andere Länder sind viele Schritte weiter und fördern die jungen Talente. Standards wurden eingeführt, an denen sich die Organisationen halten und Gesetze wurden verabschiedet, um Betrüger aufzuhalten.

Jedoch ist auch hierzulande eine Entwicklung erkennbar. Zwar passiert das nur schleichend, aber das mag auch an der deutschen Kultur und Bürokratie liegen. Skepsis gehört zur Mentalität und wird erst einmal kritisch beäugt, bevor etwas passiert. An den Vorreitern erkennt man jedoch, dass eSport förderungsfähig ist, eine ganze Industrie abbildet und sehr erfolgreich ist. Bleibt abzuwarten, ob diese Argumente auch noch Früchte tragen werden.

 

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One Reply to “Special – eSport in Südkorea – Teil 3 Anerkennung”

  1. Esport als olympische Disziplin? Naja, wenn man es genau nimmt ist Schach ja auch ein Sport der nix mit körperlicher Ertüchtigung zu tun hat. Wieso also nicht?
    Meins wäre es allerdings nicht 🙂
    VG Martina

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