fbpx
Studie – eSport ist gleichzusetzen mit Leistungssport

Studie – eSport ist gleichzusetzen mit Leistungssport

Die allgemeine Meinung der Öffentlichkeit zu eSport als Leistungssport

Viele Gamer wollen Pro Player werden und damit ihr Hobby zum Beruf machen. Doch der Weg dahin ist steinig und schwierig. Es werden unter anderem Konzentrationsvermögen, schnelle Reaktionszeiten, taktische Vorgehensweisen und eine fokussierte Spielweise benötigt. Nicht jeder bringt diese Voraussetzungen mit und scheitert daran, seinen Traum wahr werden zu lassen. Leider wird dieser Traum von vielen Menschen immer noch belächelt. Sehr um Leidwesen vieler jungen Menschen. Der Schritt des olympischen Komitees, ESport als Disziplin einzuführen, ist dabei wegweisend.  Es beweist damit auch, dass das kompetitive Zocken von Videogames Eigenschaften von Leistungssport besitzt. Dies wird auch durch Wissenschaftler und Studien unterstützt.

 

Prof. Dr. Ingo Froböse als Vorreiter der Diskussion des Leistungssportcharakters von eSport

Zuerst will ich kurz einen Abriss von Prof. Dr. Ingo Froböse geben. Er ist Professor an der Sporthochschule Köln und beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema eSport. Im Interview mit der Zeit gab er an, dass er nicht besonders computeraffin ist, er aber die Emotionalität des eSport und dessen Potenzial als sehr hoch ansieht. Natürlich befasst er sich auch als Wissenschaftler mit gesundheitlichen Aspekte und stellte fest, dass es keinen Unterschied zu Rennfahrern gibt:

„Misst man bei E-Sportlern während eines Wettkampfs Herzfrequenz und Blutdruck und nimmt Speichelproben, stellt man fest, dass die Werte denen von Rennfahrern während eines Rennens entsprechen.“

Auch im Interview mit der WDR ging er auf die körperlichen Reaktionen beim kompetitiven Zocken ein, die auch bei Leistungssportlern festgestellt werden:

„Für den Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln ist E-Sport ein Sport, weil er auf Wettbewerb ausgerichtet ist und viele biologische und körperliche Reaktionen zeige, die man auch im klassischen Sport finde – beispielsweise erhöhte Herzfrequenzen, Stressreaktionen, hormonelle Veränderungen. Außerdem brauche es kognitive Fähigkeiten, ein technisches und taktisches Verständnis und eine schnelle Reaktionsfähigkeit.“

An den Untersuchungen wird ersichtlich, dass die Spieler dieselben Reaktionen zeigen wie Sportler. Doch es scheint nicht alles Gold zu sein, was glänzt.

 

Existieren nachteilige Auswirkungen auf die körperliche Fitness?

Pro Player, der an einem Turnier teilnimmt (Quelle: Wikimedia)
Pro Player, der an einem Turnier teilnimmt (Quelle: Wikimedia)

Dr. Dominic Micklewright arbeitet an der University of Essex und hat sich unter anderem auch diesem Thema gewidmet. Er stellte zwar fest, dass die motorischen Fähigkeiten, Reaktionszeiten und Konkurrenzdenken sehr ausgeprägt sind, aber auch Auswirkungen auf dem Körper ersichtlich sind. 

Eine Testperson, beruflich Pro Player, war unter anderem von schlanker Statur. Bei näheren Untersuchungen wurde aber festgestellt, dass die Lungenfunktion und Fitness die eines 60-jährigen entsprechen. Verantwortlich dafür war die mangelnde Bewegung, die durch den Beruf bedingt ist. Pro Player spielen über 10 Stunden am Tag, auch am Wochenende, um ihr Skilllevel zu halten und mit den anderen mitzuhalten. Das war aber der Stand aus dem Jahre 2009 bis 2010. Mittlerweile hat sich vieles in der Richtung getan. Organisationen sorgen mittlerweile für gesunde Ernährung und bieten den Pro Playern Fitnessprogramme an, die genutzt werden. Viele Spieler besitzen deswegen heutzutage eine athletische bis durchtrainierte Statur und posten immer wieder auf social media-Kanälen ihre Trainingserfolge.

 

Meine Meinung zu diesem Thema

E-Sport sollte nicht mehr von so vielen Menschen belächelt werden. Es ist mittlerweile ein normaler Beruf, mit dem Spieler Geld verdienen, und zeigt auch dieselben körperlichen Auswirkungen wie andere Arten aus dem Leistungssport. Dennoch zeigte sich auch, dass es durch den Bewegungsmangel schwerwiegende körperliche Folgen haben kann (vergleichbar mit Bürojobs), falls kein Ausgleich geschaffen wird..

Meine Meinung dazu ist eindeutig: Die Organisationen haben über die Jahre gemerkt, dass auch Pro Player Bewegung für ein ausgeglichenes Umfeld benötigen. Die richtigen Schritte wurden schon angestoßen. Die Organisationen kümmern sich um die medizinischen Belange der Spieler und sorgen für ausreichend Sport, damit der sitzenden Tätigkeit entgegengewirkt wird.

Das Ideal ist die perfekte Balance zwischen Körper und Geist.  Ein Ideal wird zwar nie erfüllt werden, aber auch im E-Sport wird versucht, diesen Ausgleich herbeizuführen.  Denn nur ein ausgeglichener Mensch wird auch zu Höchstleistungen fähig sein.

Was denkt ihr über dieses Thema? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Bitte folge und like meine Seiten:

15 Replies to “Studie – eSport ist gleichzusetzen mit Leistungssport”

  1. Wie du schon sagst, ist es immer wichtig einen Ausgleich zu schaffen. Nur in Extremen zu leben und einer dauerhaften Belastung nachzugehen (wie Sitzen) ist für keinen Körper gesund. Wir müssen einfach lernen noch besser auf uns zu achten.

    Liebst, Elisa

  2. hmm ich setze Sport bzw Bewegung immer mit draussen sein gleich, daher ist es für mich eher nicht wirklich ein Sport, auch wenn die Parameter dem Leistungssportlern ähnelt. Die körperlichen Folgen sind ja eigentlich Aussage genug. Dennoch toller Beitrag. LG, Cindy

    1. Es ist aber falsch Sport mit reiner körperlicher Ertüchtigung gleich zu setzen. Sport ist ein sehr schwammiger Begriff, der nur körperliche Auswirkungen an sich umfasst. Wie das erfolgt, ist dabei egal. Hatte darüber auch schon einen Blogpost geschrieben. Und körperliche Auswirkungen sind beim eSport definitiv erkennbar und sind sogar gleich, wie beim Leistungssport.

      Liebe Grüße,
      Mandy

  3. In meinen Augen ist eSport nicht wirklich mit tatsächlichen Sport (also Bewegung) gleichzusetzen. Allerdings würde mir persönlich auch kein besserer Begriff hierzu einfallen.

  4. Interessantes Thema.
    Ich habe früher auch viele Spiele gespielt und habe gemerkt dass zu viel davon einfach nicht gut ist. Man muss wie du sagst einen Ausgleich finden. Aber diesen Ausgleich muss man bei allem was man tut finden. 🙂
    Habe mich mit dem Thema nicht so befasst:D
    Lg:*

    1. Ja, das stimmt. Zu viel Zocken ist auch nicht gut. Also ein körperlicher Ausgleich muss immer angestrebt werden. Ist ja ähnlich dem eines Bürojobs.

      Liebe Grüße,
      Mandy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere